Forum Winterthur

29.07.2026
Sulzer steigert Profitabilität im ersten Halbjahr 2026

Winterthur - Der Industriekonzern Sulzer hat seine Finanzzahlen für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 1,0 Prozent und verbesserte seine Profitabilität mit einer EBITDA-Marge von 15,5 Prozent.

(CONNECT) Sulzer aus Winterthur hat im ersten Halbjahr 2026 laut einer Mitteilung trotz geopolitischer Unsicherheiten und langsamerer Projektentscheidungszyklen ein solides Ergebnis erzielt. Zwar ging der Bestellungseingang organisch um 3,9 Prozent auf 1,787 Milliarden Franken zurück, der Umsatz legte jedoch dank eines starken Basisgeschäfts und anhaltenden Wachstums im Aftermarket-Bereich organisch um 1,0 Prozent auf 1,673 Milliarden Franken zu. Per 30. Juni belief sich der Auftragsbestand auf 2,397 Milliarden Franken.

Zudem verbesserte das Unternehmen seine Profitabilität. Dank höherer Margen und kontinuierlicher Verbesserungen der operativen Effizienz stieg die EBITDA-Marge um 110 Basispunkte auf 15,5 Prozent.

Im Geschäftsbereich Flow erhöhte Sulzer die Profitabilität ebenfalls. Die EBITDA-Marge stieg von 12,3 auf 13,3 Prozent. Der Umsatz wuchs leicht um 0,5 Prozent, während der Bestellungseingang um 1,4 Prozent zunahm. Getragen wurde die Entwicklung vor allem vom soliden Basisgeschäft in den Bereichen Energie und Infrastruktur. Belastend wirkten sich dagegen Lieferkettenstörungen und Projektverzögerungen im Wasser- und Industriegeschäft aus.

Auch die Division Servíces konnte Wachstum generieren. Der Umsatz stieg um 4,4 Prozent, getragen von einer anhaltend hohen Nachfrage aus dem Energiesektor. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 16,7 auf 17,7 Prozent. Der Bestellungseingang blieb mit einem Plus von 0,2 Prozent nahezu stabil – trotz einer hohen Vergleichsbasis und aufgeschobener Servicezyklen infolge hoher Energiepreise.

Im Geschäftsbereich Chemtech erschwerten aufgeschobene Projektentscheide das Geschäft. Der Bestellungseingang sank um 22,7 Prozent, was laut Mitteilung insbesondere auf Verzögerungen bei Technologien für Biopolymere, Kohlenstoffabscheidung und nachhaltige Flugtreibstoffe zurückzuführen ist. Infolge verzögerter Auslieferungen ging auch der Umsatz um 4,9 Prozent zurück. Dank der bereits im zweiten Halbjahr 2025 eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen blieb die EBITDA-Marge mit 11,7 Prozent stabil. Um die Kostenbasis weiter zu senken, will Sulzer den Geschäftsbereich organisatorisch verschlanken und stärker auf die Kunden ausrichten.

Für das Gesamtjahr bestätigt Sulzer seine Prognose und rechnet mit einem stärkeren zweiten Halbjahr, sofern keine grösseren unvorhergesehenen Ereignisse eintreten. Das Unternehmen sieht sein Wachstumspotenzial weiterhin als hoch an, insbesondere aufgrund der steigenden Bedeutung sicherer Infrastruktur in den Bereichen Wasser, Energie und Chemikalien. ce/ja

Quelle: Winterthurer Wirtschaft (punkt4.info)

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