Forum Winterthur

17.07.2026
Rieter sieht sich auf gutem Weg

Winterthur - Rieter weist für das erste Halbjahr 2026 hohes Wachstum bei Bestellungseingang und Umsatz aus. Ursächlich war die erstmalige Konsolidierung des 2025 übernommenen Spezialisten für Kunstfasern, Barmag. Beim operativen Ergebnis will Rieter Ende Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt sein.

(CONNECT) Die Rieter-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 einen Bestellungseingang von 554,1 Millionen Franken verbuchen können. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um 56 Prozent, informiert Rieter in einer Mitteilung. Der Umsatz des weltweit aktiven Textilmaschinenbauers aus Winterthur legte im selben Zeitraum um 72 Prozent auf 576,7 Millionen Franken zu. Hintergrund des Wachstums ist vor allem die erstmalige Konsolidierung von Barmag. Rieter hatte den Spezialisten für Chemiefaseranlagen im vergangenen Jahr von Oerlikon übernommen.

Der erfolgreiche Abschluss „der grössten Akquisition in der Geschichte von Rieter“ habe das erste Halbjahr geprägt, schreibt das Unternehmen. Der Erwerb des Spezialisten für Kunstfasern hat Rieter „den Eintritt in das Wachstumssegment der Chemiefasern“ ermöglicht und die Position des Unternehmens in der Region Asien gestärkt. Bis Ende 2028 will Rieter aus der Übernahme Synergien in Höhe von mindestens 20 Millionen Franken generieren. Im Berichthalbjahr konnten bereits erste Einsparungen bei Materialkosten und betrieblichen Aufwendungen verbucht werden.

Das operative Betriebsergebnis auf Stufe EBIT fiel mit -6,3 Millionen Euro dennoch negativ aus. Auch beim Reinergebnis wurde ein Verlust geschrieben. Er fiel mit 54,9 Millionen Franken um knapp 35 Millionen Franken grösser als im Vorjahreszeitraum aus. Beim Jahresergebnis geht Rieter aber von einer positiven operativen EBIT-Marge zwischen 0 und 3 Prozent aus.

Im Berichtshalbjahr hat Rieter zudem eine strategische Partnerschaft mit der Recyling Powerhouse AG geschlossen. Die neu gegründete Firma aus Zug will Verfahren zur industriellen Wiederverwertung von Textilien entwickeln. Rieter bring hier sein Fachwissen im Zerreissen von Textilabfällen und Verspinnen von kurzen Fasern ein. ce/hs

Quelle: Winterthurer Wirtschaft (punkt4.info)

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