15.06.2021

Eine Ohrfeige für die Sportvereine in Winterthur

Gemeinsam mit SVP, FDP und GLP habe ich im Namen unserer Fraktionen zwei Vorstösse eingereicht, die im Interesse der Sportvereine von Winterthur sind. Mit dem ersten Vorstoss wollten wir erreichen, dass die Stadt auf die per 01.01.2022 geplante Parkplatzgebührenerhöhung für Leiterinnen und Leiter der Sportvereine verzichtet. Im zweiten Vorstoss ging es um einen Projektierungskredit für die Überdachung des Ausseneisfelds der Zielbau-Arena sowie zusätzliche Garderoben.

Gerade betreffend der Garderobenplätze herrschen zurzeit teils unhaltbare Zustände. Den Stadtrat scheint all dies überhaupt nicht zu interessieren. Die beiden Antworten auf die Vorstösse sind ernüchternd, ja sie sind eine Ohrfeige für die Sportvereine in Winterthur. Die Menschen in den Vereinen engagieren sich  und leisten einen grossen Einsatz für die Gesellschaft. Dabei geschieht vieles in der Freizeit und ehrenamtlich, was mindestens Anerkennung und Wertschätzung seitens der Winterthurer Regierung verdient. Der Stadtrat hätte hier die Chance gehabt, den Vereinen nach der Pandemie Hoffnung und neue Perspektiven zu bieten. Er hätte die Gelegenheit gehabt, ein Zeichen zu setzen und damit anzusprechen, wie wichtig die Arbeit der Vereine für unsere Stadt ist. Aber nein. Der Stadtrat tut das Gegenteil. In seinen Antworten auf die beiden Vorstösse beharrt er einerseits auf einer Erhöhung der Parkplatzgebühren. Und er lässt uns alle im Nebel stehen, was die Eisfläche und die Garderobensituation in der Zielbau-Arena betreffen.

Immerhin dürfen wir uns daran erfreuen, dass der Stadtrat wenigstens ein Potenzial für mehr Garderobenräumlichkeiten anerkannt hat, indem er in diesem Zusammenhang von Synergiemöglichkeiten mit WIN4 spricht. In seiner Antwort kann er sich deshalb vorstellen das Projekt wieder aufzunehmen. Etwa wenn  durch die Zusammenlegung der beiden Restaurants von WIN4 und Eishalle mehr Platz für Garderoben entstehen könnte. Doch das alles klingt sehr wage, während er sich zur Überdachung des Ausseneisfelds kaum äussert. Er ignoriert damit auch, dass durch dieses Vorhaben bis zu 25% der heutigen Energiekosten eingespart werden können, womit Winterthur einen weiteren positiven Beitrag für die Umwelt leisten könnte.  Eine gute Perspektive und die Umsetzung der gesteckten Klimaziele sieht anders aus.

Die grösste Enttäuschung ist allerdings, dass der Stadtrat nicht von seiner Haltung abweichen will und die Parkplatzgebühren für Leitende in Sportvereinen voll und ganz zu Lasten der Vereine verrechnen will. Die Pandemie hat auch die Vereine schwer getroffen und jetzt sollen sie noch mehr belastet werden. Angesichts der bevorstehenden Budgetdebatte werden wir entsprechend weitere Anträge prüfen, um dieses Vorhaben zu verhindern.

Die Vereine sind das Rückgrat unserer Gesellschaft und wir sind dankbar für ihre grosse Arbeit. Wir zeigen uns solidarisch ihnen gegenüber und werden uns weiterhin dafür einsetzen für gute Rahmenbedingungen zu Gunsten der Sportstadt Winterthur zu kämpfen.

André Zuraikat, Gemeinderat/Präsident Die Mitte

 

 

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