10.04.2026 | Jan Ehrbar
Die Aufforstung auf hochwertigem Ackerland kommt vors Volk
Die Winterthurerinnen und Winterthurer können über die Aufforstung auf hochwertigem Ackerland im Niederfeld in Wülflingen entscheiden. Die Stadt hat bestätigt, dass das mit über 1200 Unterschriften eingereichte Referendum gegen den «Öffentlichen Gestaltungsplan und die Zonenplanänderung ARA Hard» zustande gekommen ist.
Die Stadt Winterthur baut die ARA Hard in Wülflingen aus. Sie plant als Ersatzmassnahme für eine notwendige Rodung eine Aufforstung auf hochwertigem Ackerland im Niederfeld in Wülflingen. Die dortigen Fruchtfolgeflächen zählen aber zu den produktivsten der Region und sind für die inländische Nahrungsmittelproduktion sehr wichtig. Die Interessengemeinschaft zum Schutz der Fruchtfolgeflächen der Stadt Winterthur (IG FFF) fordert, dass diese Aufforstung auf weniger hochwertigem Land vorgenommen wird.
Die Winterthurer Landwirtinnen und Landwirte freuen sich über die riesige Unterstützung der Bevölkerung. Dazu Landwirt Jan Ehrbar von der IG FFF: «Die Leute sind für die Unterschriften fast Schlange gestanden. Die Leute verstehen nicht, warum die Stadt keine bessere Lösung umsetzen will. Es gibt zahlreiche Flächen, auf denen die Ersatzaufforstung möglich ist, ohne bestes Ackerland zu zerstören.»
Die IG FFF unterstützt ausdrücklich den notwendigen Ausbau der ARA Hard. Gefordert wird jedoch eine Überarbeitung der Gestaltungs- und Zonenpläne:
Dank dem Referendum können Winterthurerinnen und Winterthurer jetzt an der Urne eine bessere Lösung verlangen.
Ersatzaufforstung ja – aber nicht auf hochwertigem Ackerland.
Das Referendum ist kein Nein zur ARA, sondern ein Ja zu besseren Lösungen.
Die Interessengemeinschaft zum Schutz der Fruchtfolgeflächen (IG FFF) vereinigt die Winterthurer Landwirtinnen und Landwirte sowie die privaten Besitzerinnen und Besitzer der landwirtschaftlichen Grundstücke in Winterthur. Sie hat rund 300 Mitglieder. www.ackerland-retten.ch
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